Mayıs - Haziran 2016

Mayıs - Haziran 2016

Das Pferd in der türkischen Kultur 


Dearest '.tr' readers,

nachdem die Natur sich im Winter zur Ruhe setzte und wir nun die Wärme der ersten Sonnenstrahlen des Frühlings genießen, freuen wir uns, Sie wieder begrüßen zu können. So wie der Frühling um uns herum alles neu erstrahlen lässt, so hat auch das Yunus Emre Enstitüsü seiner Vision folgend, Neues geschaffen. Unser 45. Institut konnte als Ergebnis unserer kulturellen Diplomatie im Frühjahr 2016 in der Neuen Welt seine Türe öffnen. Somit ist das Yunus Emre Enstitüsü auf vier Kontinenten vertreten. Am 02. April wurde in Anwesenheit unseres verehrten Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie seiner Gattin das im US – Bundesstaat Maryland sich befindende „Diyanet Center of America“ feierlich eröffnet. Unser Institut ist in diesem Komplex beheimatet und wird allen an der türkischen Sprache und Kultur interessierten Bürgern offen stehen und einen großen Beitrag zur Präsentation unserer Kultur leisten können.

Die Tatsache, im siebten Jahr unseres Wirkens auf dem amerikanischen Kontinent Fuß gefasst zu haben, erfüllt uns wahrlich mit Freude und Enthusiasmus. Ehrlich gesagt, haben wir in den vergangenen Jahren unseren Enthusiasmus nie verloren. Ganz im Gegenteil – mit jedem neuen Land und neuen Menschen, die wir kennenlernten, wurden wir größer und motivierter, unsere Vision zu verfolgen.

Während wir in fernen Ländern dank der modernen Technik unsere Reisen fortsetzen, haben wir dem Pferd und seinen Platz in der türkischen Kultur unser Titelblatt gewidmet. Wir recherchierten für Sie die historische Zeitreise dieser schönen Tiere und deren Platz in unserer Kultur. Dabei stellten wir fest, dass das Pferd treuer Wegbegleiter des Menschen war und ist. Im Alltag, im zivilen aber auch im militärischen Leben ist es stets an der Seite des Menschen. Diese Liebe geht auch über den Tod hinaus: auch teil(t)en sich Pferd und Mensch ein Grab. In früheren Zeiten war das Pferd ein unverzichtbares Fortbewegungs– und Kampfmittel der Türken. Auch beschäftigen wir uns näher mit den Sturmreitern des Osmanischen Reiches, den Akıncılar; einer legendären militärischen Organisation der Osmanen.

Mit dem Frühjahr nähern wir uns auch einem anderen, ganz besonderen Ereignis; dem Ramadan. Wir beleuchten, wie dieser spirituelle Monat zu Zeiten des Osmanischen Reiches zelebriert wurde und wie stark er das Alltagsleben in der damaligen Zeit beeinflusste.

Auch berichten wir von den Nevruz – Feierlichkeiten in unserem Teheraner Institut und heißen Sie mit dem Gedicht von Ali Şir Nevâi über den Boten des Frühlings, dem Nevruz – der in der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgeführt ist - herzlich willkommen in dieser neuen Ausgaben des .Tr

„Möge jeder Ihrer Tage ein Nevruz und ein Festtag, sowie jeder Ihrer Nächte eine Kadir- und eine Berat – Nacht sein“